Die persönlichste aller Rezensionen zu "Das gewünschteste Wunschkind"

Die persönlichste aller Rezensionen zu Das gewünschteste Wunschkind 

Das gewünschtestes Wunschkind


Der Moment, an dem ich merkte, dass sich etwas ändern  m u s s t e  und ICH etwas ändern  w o l l t e, wird mich für immer begleiten. Zu oft hatten sich zuvor die Tage gehäuft, an denen ich abends ins Bett fiel und unzufrieden mit mir war. Mit mir als AC, mit mir als Mama. 

Ich wollte entspannter mit allem umgehen. Doch, das alleine setzte mich noch mehr unter Druck. Ich merkte, dass ich ich eigentlich für mich gar nicht wusste, wie ich in bestimmten Situationen auf Mats Unzufriedenheit, auf seine Verzweiflungsanfälle, auf nächtliches Weinen reagieren wollte. Dass ich nicht wusste, ob und wann wir ihn "erziehen" mussten. Dass ich nicht mehr auf mein Bauchgefühl vertrauen konnte, weil es lediglich die eingebrannten Phrasen aus meiner eigenen Kindheit rezitierte, die mich noch unglücklicher stimmten, weil ich merkte, dass das nicht ich war...

Dieses wunderbare Buch war schließlich mein Augenöffner. 

Ich verstand auf einmal viel mehr, wie es in Mats aussah, konnte seine Reaktionen viel besser nachvollziehen und wusste auch, was er einfach aufgrund seiner Entwicklung noch nicht steuern  k o n n t e. Es war für mich die pure Erleichterung dieses Buch zu lesen. Gleichzeitig aber auch die größte Herausforderung. 

Denn, was nun folgte, war weniger schön. 

Ich bemerkte, wie viel sich da schon klammheimlich eingeschlichen hatte und sah in den ersten Tagen den Wald vor lauter Bäumen nicht. In schwierigen Situationen fing mein Kopf regelrecht an zu rattern, die Seiten des Buches abzuspulen, auf der Suche nach der Lösung. Zu unsicher war ich auf einmal, nun da ich wusste, was ich alles NICHT mehr machen wollte. Und als ich schon aufgeben wollte, kam der Moment, in dem ich merkte, dass schon nach kurzer Zeit einiges ganz automatisch aus mir heraussprudelte. Keine Phrasen von früher, es waren nun meine Phrasen!

Matsspatz - unser gewünschtestes Wunschkind 

Das Mamaleben bedürfnisorientiert zu gestalten, hat mich nach 32 Jahren endlich entspannter werden lassen. Denn weil ich zuvor nicht auf MEINE Bedürfnisse gehört hatte, war es in der Folge auch nicht möglich, die so sehr erstrebte Unbeschwertheit zu erlangen. Und Mats Kindheit bedürfnisorientiert zu leben, hat mir gezeigt, was LEBEN wirklich ist! Es ist ein Auskosten des noch so kürzesten Moments, ein absolutes Vertrauen auf das Gefühl, ein Ausschalten der Anderen, ein Zurückbesinnen auf das Wesentliche.

Und so sind wir gewachsen. Miteinander. 

Und glaubt mir, gerade heute weiß ich: wir sind noch lange nicht angekommen. Aber ich weiß auch, dass dieses Buch mehr ist, als ein Erziehungsratgeber. Denn, so pathetisch wie es sich anhören mag, war es für uns der Beginn auf dem Weg zu einer neuen Zufriedenheit.

Aus diesem Grund ist es mir eine Herzensangelegenheit "Das gewünschteste Wunschkind" in die Welt hinauszutragen!! 

Eure AC

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